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Am Samstag den 30.08.2014 fand in Hechingen eine Großübung unter dem Motto "Massenkarambolage nach Hagelunwetter" statt.
Dies war die erste Übung dieser Art und Größenordnung im Zollernalbkreis.
Es waren Kräfte der Feuerwehren aus Balingen, Bisingen, Burladingen, Grosselfingen, Hechingen und Rangendingen beteiligt.
Desweiteren war das THW Hechingen, sowie verschiedene Einheiten des DRKs beteiligt.

Die Übung wurde durch die Firma RTC (Rescue Training Center) Andre Weis, sowie durch Unfallforscher der DEKRA beobachtet.

Bereits am Vormittag trafen sich die Teilnehmer im Feuerwehrhaus Hechingen. Hier ging es mit einem Vortrag durch Herrn Weis los. Mit diesem Vortrag wurde das Wissen der Retter nochmals erweitert. Bei einem Einsatz in dieser Größenordnung ist ein strukturierter Ablauf, sowie eine ausgeklügelte Logistik an Personal und Material unabdingbar. Auch hierfür wurden die Kräfte nochmal sensibilisiert.

Gegen 13 Uhr war es dann soweit. Der praktische Teil der Übung startete. Realitätsnah wurden die Kräfte nacheinader abgerufen.
Vor Ort wurden dann unterschiedliche Einsatzabschnitte und Rüstzüge gebildet. Die Mechanismen griffen in einander und
die anspruchsvollen, gestellten Szenarien wurden ruhig und konzentriert abgearbeitet.

Das HLF der Abt. Bisingen bildete zusammen mit dem RW2 aus Burladingen einen Rüstzug und war für einen Abschnitt mit zwei PKW's verantwortlich.
Der eine PKW lag auf der Seite, eine schwerverletze Person war eingeschlossen. Ein weiterer PKW ist in das liegende Fahrzeug gekracht und halb in der Luft zum stehen gekommen. In diesem PKW befanden sich zwei Personen die gerettet werden mussten.

Als erstes wurde Kontakt zu den Insassen aufgenommen. Von anderen Trupps und in Zusammenarbeit mit dem RW wurden die Fahrzeuge gesichert.
Nach Rücksprache mit einem Notarzt erfolgte zunächst die Rettung der Person aus dem auf der Seite leigenden PKW.
Hierzu wurden zunächst Glasmanagement betrieben, anschließend konnte ein Retter ins Innere des PKW und sich um den Patienten kümmern.
Um den Patienten retten zu könenn wurde das Dach des PKW abgeklappt. Die verletzte Person wurde die ganze Zeit betreut und mit dem Spineboard gegen unkontrolliertes Bewegen gesichert.
Nachdem das Dach abgeklappt war konnte die Person über das Spineboard, in Absprache mit dem Notarzt aus dem PKW gerettet werden.
Somit war die erste Aufgabe gemeistert.
Am anderen PKW, der mittlerweile unterbaut und gesichert war wurde nun die Rettung der zwei Personen eingeleitet.
Selbstverständlich wurden auch diese Personen die ganze Zeit betreut. Eine Person konnte ohne großen Aufwand und ohne Einsatz von Hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
Beim Fahrer gestaltete sich dies schwiergiger. Aber auch hier wurde eine schnelle schonende Lösung gefunden, die dann in Absprache mit dem Notarzt erfolgt ist.
Nachdem auch an diesem Fahrzeug das Glasmanagement abgeschlossen war, wurde die Rettungstechnik "Jack in the Box" angewendet. Hierfür wurde die Frontscheibe mittig durchtrennt ebenfalls wurden alle Holmen auf der Fahrerseite durchtrennt.
Das Dach wurde dann mit Hilfe eines hydraulischen Rettungszylinders nach oben weggeklappt.
Wodurch dann genügend Platz entstand um den Patient mittels Spineboard über die Heckklappe zu retten.
Auch dieser Patient wurde an das DRK übergeben.

Für alle beteiligten Kräfte stellte diese Übung eine große Herausforderung dar, die jedoch alle sehr gut gemeistert wurden.
Abschließend bleibt zu sagen, dass es für alle Teilnehmer eine Interessante Übung und ein schöner Tag war. 

Weitere Berichte finden Sie auf:

Feuerwehr Hechingen
THW Hechingen
Zak.de
schwabo.de
RTF1


Die Feuerwehr Bisingen, Abt. Bisingen führt im Augenblick einen Drehleiterlehrgang auf Standortebene durch.
Den Lehrgangsteilnehmern wird so der Umgang und die Arbeit mit Hubrettungsfahrzeugen, insbesonde mit der
DLK 18-12 der Abt. Bisingen näher gebracht.
Auf dem Lehrgangsplan stehen sowohl theoretische Einheiten als auch überwiegend praktische Einheiten.